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ich bleib zuhause

Noch im selben Jahr, an Weihnachten (!), eröffneten meine Eltern uns das es nicht mehr so gut läuft zwischen ihnen und wenn sie das nicht in den Griff bekämen würden sie sich trennen. Wir hatten sie schon oft streiten gesehen, aber es war nie so schlimm gewesen das wir dachten sie würden sich trennen. Es schien als wären das ganz normale Meinungsverschiedenheiten gewesen die alle Eltern mal haben, die richtig schlimmen Streitereien hatten sie aber wenn wir es nicht mitbekamen weil sie das nicht wollten. Deshalb fielen wir bei dieser Eröffnung auch aus allen Wolken. Aber sie hatten uns ja versprochen das sie daran arbeiten würden es in den Griff zu kriegen also waren wir noch hoffnungsvoll.

Das Jahr verlief eigentlich ganz normal. Die Wohnung meiner Großmutter im Erdgeschoss wurde aufgelöst, es gab am Rande die üblichen Streitereien wie die Sachen aufgeteilt wurden unter den Geschwistern, aber nichts wildes insgesamt. Ein paar Möbel blieben in der Wohnung, der Rest wurde unter den Geschwistern meines Vaters aufgeteilt.

Tja, und dann kam der verhängnisvolle Tag an dem unsere Mutter mit uns zum Kinderpsychologen gefahren ist, worüber wir uns sowieso schon sehr gewundert haben da keiner von uns beiden sonderlich gestört war. Was genau die Psychologin mit uns gemacht hat weiß ich gar nicht mehr, nur noch das ich was malen musste und im Lauf der Gesprächs teilten sie und meine Mutter uns mit das unsere Eltern sich tatsächlich trennen würden. Zuerst kam es gar nicht so richtig bei mir an. Und selbst als es wirklich da war war mein einziger Gedanke ob ich wohl zuhause bleiben durfte, egal bei wem von beiden. Ich wusste schon das das Haus meinem Vater gehörte, aber es blieb ja noch die unwahrscheinliche Möglichkeit das er es meiner Mutter überließ. Jedenfalls fragte Mama uns dann auch während der Heimfahrt bei wem wir bleiben wollen und sagte das Papa das Haus behält da es eben Seins ist. Was mich sehr wunderte, ich hatte angenommen das es klar war das sie uns mit nimmt, da ich erst 12 war und mein Bruder 15. Meine Freude war natürlich umso größer als ich das hörte und antwortete wie aus der Pistole geschossen: „ Ich bleibe bei Papa! Er weiß ja noch nicht mal wie man die Waschmaschine bedient!“ Das hatte ich nämlich gelernt als Mama in Kur war und in diesem Moment erschien mir das auch als logische Begründung. Hinzu kam das ich schon immer eher das Papa-Kind war und mein Bruder Mama-Kind. Was er damals im Auto gesagt hat weiß ich heute nicht mehr. Papa erzählte mir später das er da bleiben wolle wo ich bleibe.

Bevor Mama zu ihrer Mutter gezogen ist war sie noch ein paar Monate bei uns und wir haben Omas alte Wohnung renoviert in der ich endlich mein eigenes Zimmer bekommen sollte. Beim Tapeten abreißen haben wir uns über die Trennung unterhalten und im lauf des Gesprächs hab ich ihr dann an den Kopf geworfen das sie es ja gar nicht mehr versuchen will! Woraufhin sie versuchte mir ihre Gründe zu erklären und mir mal ansatzweise erzählt hat was Papa sich so im lauf der Jahre alles gebracht hat. Nicht nur das er sie auf Feiern manchmal einfach allein stehen lies, nein, er ist ihr auch jahrelang fremdgegangen. Eigentlich wollte sie schon mal ausziehen als ich grade 2 Jahre alt war und hat es dann noch 10 Jahre mit ihm und seinen Weibergeschichten und Kurschatten ausgehalten. Ich fand das sehr schockierend und konnte sie danach besser verstehen, aber meine Meinung wo ich in Zukunft leben wollte hat es trotzdem nicht geändert.

23.8.14 12:18
 
Letzte Einträge: Hi, bin die Elli und jetzt öfter hier, Der Anfang vom Erwachsenwerden, wenn ich mal groß bin, Eier! Wir brauchen Eier!, Urlaub


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